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Was bedeutet
"Altern" -
Eine kleine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll: wie gehen die Heime / Kurzzeitpflegeheime mit den Alten/Kranken um??? Ist d a s noch "Leben" ???
Bitte lest diese Geschichte einmal durch, sie hat sich tatsächlich ereignet - und ereignet sich (leider) täglich in vielen Altenheimen!!!
Ich erfreue mich an jedem Tag, an dem es mir gut geht. Doch stelle ich fest, mit jedem Jahr, an dem ich älter werde, geht auch ein wenig Kraft. Doch ich bin noch nicht auf Hilfe der Kinder angewiesen, kann mir meine Selbstständigkeit noch bewahren. Koche für mich allein, gehe mit den Kindern einkaufen, das - was mir schmeckt. Saugen, wischen, leichte Gartenpflege, ja, das kann ich noch alles und bin zufrieden.
Doch plötzlich eine Wende in meinem Leben! Ich kann nicht mehr sicher laufen, bin gefallen, halte es vor Schmerzen nicht mehr aus. Der Lendenwirbel ist gebrochen!
Langer Krankenhausaufenthalt, bleibender starker Schmerz, viele Tabletten täglich. Ja, nun ist meine Lebensqualität dahin!
Lange Wochen zu Hause im Pflegebett, regelmäßiger Einsatz eines Pflegedienstes, lauter fremde Menschen. Ich habe doch immer sehr zurückgezogen gelebt, es ist mir alles so unangenehm. Meine Kinder helfen wo sie nur können, jeder meint es gut mit mir.
Ich muss Vertrauen zu allem aufbauen, denn meine Selbstständigkeit ist von einer Minute zur anderen vorbei!
Mir geht es schlecht dabei!
Ich muss aber nach vorne schauen, ich w i l l leben!
Der gesundheitliche Zustand lässt es nicht zu, dass ich mein Haus behalte.
Der nächste große Einschnitt in meinem Leben beginnt. Ich alleine muss damit fertig werden!
Mit Hilfe der Kinder habe ich ein gemütliches Zuhause in meiner Altenwohnung gefunden. Und eine Freundin dazu, nämlich meine liebe Nachbarin!
Zwei schöne Jahre verbringe ich nun in meinem neuen Zuhause. Habe den Schritt nicht bereut und finde mich damit ab.
Die Krankheit in mir nagt weiter, habe Parkinson. Wie lange kann ich noch laufen? Es wird mit der Zeit immer schlechter, komme aber in der kleinen Wohnung mit Hilfsmitteln (Rollator) noch einigermaßen zurecht.
Dann wieder ein Sturz, Bruch von vier Wirbeln!
Krankenhaus, OP, Schmerzmittel, die mich auch manches mal verwirren.
Dann der Tag der Entlassung:
Einen Tag und eine Nacht (meine Tochter ist die ganze Zeit bei mir) Ich kann nicht laufen, ohne Hilfe geht es nicht!! Ich sehe ein, dass eine Kurzzeitpflege sehr wichtig ist für mich, ich muss mobilisiert werden, wieder zu Kräften kommen!!! Und ich will!!!
Ein sehr dunkles Zimmer sollte vorübergehend meine Unterkunft sein, aber ich weiß, über 24 Stunden kann ich auf Hilfe bei meinen Bedürfnissen rechnen.
Ich komme mit der neuen Umgebung schlecht klar, vollgepumpt mit Medikamenten bringe ich dann auch einiges durcheinander: "Bin ich Zuhause? Nein, mir soll hier erst einmal geholfen werden".
Fühl mich zwar sicher - doch sehr allein!
Nun noch eine Blasenentzündung, ständiger Harndrang. Mag nicht immer nach dem Pflegepersonal klingeln! Versuche alleine zur Toilette zu gehen. Habe große Angst, aber es geht.
Es wird mir aber verboten, alleine zur Toilette zu gehen - damit mir nichts passiert!
Also muss ich klingeln, aber niemand
kommt, aber ich hab doch so einen Druck! Geh alleine, wieder Diskussionen mit der Schwester. Was soll ich denn nur machen? Muss doch alle halbe Stunde!
Klingel mittags um 13:15 Uhr. Die Schwester kommt ins Zimmer: "Nun geht das nicht schon wieder, Sie waren doch gerade, wir haben Übergabe!"
Ich weine, bin zutiefst verzweifelt. Ich war der Meinung, hier im Pflegeheim kümmert man sich um die Alten, um die Kranken.
Freu mich auf 14:30 Uhr. Meine liebe Nachbarin und Freundin wollen mich besuchen!
Um 14:30 Uhr sind die Beiden da. Wir möchten auf der Sofaecke sitzen, gemeinsam Tee trinken.
Ich werde von der Sofaecke weg geschoben, ich muss in der Wohnküche trinken wird mir gesagt.
Aber ich habe doch Besuch!!
Mein Besuch geht wieder - sehr erschüttert, über den Tonfall, der in diesem Pflegeheim herrscht, wie mit uns Alten und Kranken umgegangen wird!!
Mir schlägt alles auf den Magen vor Kummer. Wie soll ich hier gesund werden.
Werde mit dem Rollstuhl um 8:00 Uhr morgens an einen großen Tisch geschoben. Diejenigen, die laufen können, verlassen um 9:00 den Tisch. Ich sitze allein! Das Radio - einen halben Meter von mir entfernt, es wird auf sehr laut gestellt, ich ertrage es nicht mehr.
Mir wird jede Kraft des Gesundwerdens
genommen. Ich kann nicht mehr gegen die Wand
anstarren! Vormittags 6,5 Stunden,
Mir schwinden immer mehr die Sinne, ich bekomme jetzt auch schon viel durcheinander und habe Wortfindungsstörungen. Aber ich werde auch nicht gefordert. Darf mal Handtücher falten. Was passiert mit mir?
Ich benehme mich gegenüber den Pflegekräften aggressiv, meine Seele schreit um Hilfe! Ich bin nicht mehr ich!!
Nach Hause werde ich geholt. Von
meinen drei Kindern! Sie sehen, wie sehr ich leide und nicht mehr
diejenige bin, die ich einmal war! Mir geht es einen Tag später bedeutend besser. Auch wenn ich mich nicht bewegen kann und nur auf dem Sofa liegen muss!
Der Albtraum ist zu Ende. Zwei Tage später kommt der Appetit. Mein Essen ist heiß, das kenne ich nicht mehr (hatte überwiegend im Pflegeheim nur lauwarmes Essen).
Hurra! Ich bin stark!
Ich habe den Weg nach Hause noch einmal gefunden, ich will nie mehr zurück ins Heim!
Ich habe
nicht die erwartete Hilfe gefunden. Keine Zeit, viel Hektik, das Gefühl,
in der Wohnküche zwischengelagert zu sein.
Ich danke Gott, dass ich Angehörige
habe, die meine Verzweiflung erkannt haben!! Aber was ist mit denjenigen Menschen, die allein sind, keine Angehörigen haben und nicht die Kraft haben, ihre Wünsche zu äußern, wer hilft denen? Nur Körperpflege, Essen und Trinken reicht doch nicht aus! Wir A L T E N leben doch noch, haben Gefühle!
Bitte denkt drüber nach!!!
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